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Glossar

Begriffe rund um Matratzen, Kissen, Bettdecken und Lattenroste kurz erklärt.

Härtegrad
Gibt an, wie fest eine Matratze ist, meist in den Stufen H1 (sehr weich) bis H5 (sehr fest). Die Stufen sind nicht genormt, jeder Hersteller legt eigene Gewichtsspannen fest. Einen Richtwert nach Gewicht, Größe und Schlafposition liefert der Härtegrad-Rechner.
Raumgewicht
Das Gewicht von einem Kubikmeter Schaum, abgekürzt RG. RG 40 heißt 40 kg pro Kubikmeter. Je höher der Wert, desto dichter und meist langlebiger ist der Schaum. Mit der Härte hat das Raumgewicht nichts zu tun.
Liegezonen
Bereiche einer Matratze mit unterschiedlicher Nachgiebigkeit, meist 5 oder 7. Eine weichere Schulterzone lässt die Schulter in der Seitenlage einsinken, eine festere Beckenzone stützt den schwersten Teil des Körpers.
Kaltschaum
Offenporiger Polyurethanschaum, der bei niedrigeren Temperaturen aushärtet als herkömmlicher Schaum. Er ist elastisch, passt sich dem Körper an und ist leichter als Federkern. Die Unterschiede zum Federkern erklärt die Seite Kaltschaum oder Federkern.
Taschenfederkern
Ein Matratzenkern aus Stahlfedern, die einzeln in Stofftaschen vernäht sind. Jede Feder gibt für sich nach, die Matratze ist dadurch punktelastisch und gut belüftet. Beim Tonnentaschenfederkern sind die Federn in der Mitte bauchiger und liegen dichter.
Viscoschaum
Auch Memory-Schaum genannt. Er reagiert auf Wärme und Druck, wird an warmen Stellen weicher und formt sich langsam nach dem Körper. Visco steckt oft in Nackenstützkissen und Toppern, in kühlen Räumen wirkt er zunächst fest.
Topper
Eine dünne Auflage aus Schaum, Latex oder Fasern, die auf die Matratze gelegt wird. Ein Topper macht das Liegegefühl weicher oder fester und schützt die Matratze. Eine durchgelegene Matratze gleicht er nicht aus.
Punktelastizität
Die Fähigkeit einer Matratze, nur dort nachzugeben, wo Druck entsteht. Eine punktelastische Matratze sinkt unter der Schulter ein, ohne dass die Fläche daneben mitgezogen wird.
Lattenrost
Die Unterlage für die Matratze aus federnden Holzleisten. Viele Leisten, eng liegend und mit Härteregulierung im Beckenbereich, unterstützen die Matratze. Für Kaltschaum sollte der Abstand zwischen den Leisten klein sein.
Härteregulierung
Verschiebbare Schieber an Doppelleisten eines Lattenrosts, meist im Beckenbereich. Schiebt man sie nach außen, wird der Rost an dieser Stelle weicher, nach innen fester.
Wärmeklasse
Gibt an, wie warm eine Bettdecke ist, etwa leicht, mittel oder warm, bei manchen Herstellern auch in Stufen von 1 bis 5. Wie warm du die Decke brauchst, hängt auch von der Temperatur im Schlafzimmer ab, mehr dazu im Artikel Schlafzimmer-Temperatur.
Füllgewicht
Wie viel Füllung in einer Decke oder einem Kissen steckt, in Gramm. Bei Daunendecken ist es zusammen mit dem Daunenanteil ein Maß für die Wärme. Daunen wärmen bei gleichem Gewicht stärker als Fasern.
Kassettensteppung
Eine Steppart bei Daunendecken, bei der Stege zwischen Ober- und Unterseite viele einzelne Kammern bilden. Die Daunen bleiben so gleichmäßig verteilt und können sich voll aufbauschen.
Downpass
Ein Siegel für Daunen und Federn. Es bestätigt, dass die Füllung aus kontrollierter Herkunft ohne Lebendrupf und Stopfmast stammt und die Angaben zur Füllung stimmen.
Öko-Tex Standard 100
Ein Prüfzeichen für Textilien. Es bestätigt, dass ein Produkt auf eine Liste von Schadstoffen geprüft wurde und die Grenzwerte einhält. Über Haltbarkeit oder Liegekomfort sagt es nichts aus.
Encasing
Ein milbendichter Bezug, der Matratze, Kissen oder Decke vollständig umschließt. Er wird vor allem bei einer Hausstaubmilbenallergie empfohlen, meist auf ärztlichen Rat. Welche Größe und welches Material passen, erklärt die Kaufberatung Encasing.
Renforcé
Dicht gewebter Baumwollstoff in Leinwandbindung, glatt und matt. Renforcé ist die gängigste Webart für Bettwäsche, die das ganze Jahr passt. Welche Webart zu dir passt, erklärt die Kaufberatung Bettwäsche.
Mako-Satin
Bettwäsche aus langstapeliger, gekämmter Baumwolle in Atlasbindung. Die Fäden liegen länger an der Oberfläche, deshalb ist Satin glatt, glänzt leicht und fühlt sich kühl an. Gut für warme Nächte, siehe Schlafen bei Hitze.
Biber und Flanell
Baumwollstoffe mit angerauter Oberfläche. Die feinen Fasern halten Luft und machen den Stoff warm und flauschig. Biber ist meist etwas dicker als Flanell. Beide passen für Herbst und Winter. Alle Sets im Shop unter Bettwäsche.
Jersey
Gestrickter, dehnbarer Stoff, meist aus Baumwolle. Jersey ist das übliche Material für Spannbettlaken, weil es sich der Matratze anpasst und bügelfrei ist. Ein Anteil Elasthan macht es noch elastischer. Mehr in der Kaufberatung Spannbettlaken.
Steghöhe
Gibt beim Spannbettlaken an, bis zu welcher Matratzenhöhe es passt. Zähle Matratze und Topper zusammen und wähle die Steghöhe einige Zentimeter größer. Boxspringbetten brauchen oft 35 bis 40 cm. Modelle im Shop unter Spannbettlaken.
Molton
Dicker, beidseitig angerauter Baumwollstoff, der Feuchtigkeit aufnimmt. Als Matratzenschoner schützt Molton vor Schweiß, ist ohne zusätzliche Membran aber nicht wasserdicht. Mehr unter Kaufberatung Matratzenschoner.
Rollrost
Starre Holzlatten, die auf Gurtbändern befestigt sind und sich zusammenrollen lassen. Ein Rollrost hat keine Zonen und keine Federung, er trägt sehr flach auf. Er passt zu Matratzen, die ihre Stützwirkung selbst mitbringen. Mehr unter Kaufberatung Lattenrost.
Abschaltautomatik
Funktion bei Wärmeunterbetten und Heizdecken, die das Gerät nach einer festen Zeit von selbst ausschaltet. Wichtig für alle, die auf dem warmen Unterbett einschlafen. Mehr in der Kaufberatung Wärmeunterbett.
Hausstaubmilben
Winzige Spinnentiere, die in Matratzen, Decken und Kissen leben und sich von Hautschuppen ernähren. Allergische Beschwerden lösen vor allem Bestandteile ihres Kots aus. Was dagegen hilft, steht unter Milben im Bett.